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Andreas Daams beglückt den Leser in
diesem Buch mit zahlreichen Geschichten
unterschiedlichster Art, die jedoch eines gemeinsam zu
haben scheinen. Auch wenn die Geschichten nicht
unterschiedlicher sein könnten, so ist auf einmal die
Rede von einem sprechenden Krokodil, von einem
betrunkenen Engel auf Abwegen oder einer Anekdotendisco,
durchspannt sie alle ein merkwürdig anmutender und vom
Autor geschickt gespannter Faden, welcher sich erst auf
dem zweiten Blick erkennen lässt.
Da ist zum einen der mysteriöse Literat L., welchen der
Leser in vielen der Geschichten wiederfindet. Er stellt
das Pendant zum erzählenden Autor dar und ist
gleichzeitig eine divergierende Projektionsfläche für
den Autor. Immer wieder versucht der Literat L. Einfluss
auf die künstlerische Tätigkeit zu nehmen und ist
letztlich doch nur Gefangener der Kreationen des Autors.
Für den Leser ist der Literat L. ein immer wieder
willkommener Grund, die erneute Auseinadersetzung eines
Autors mit seinem fiktiven Antagonisten abzuwarten und
letztlich ein sicheres Zeichen für die Gewissheit, der
Autor selbst bestimmt den Ausgang der Geschichten.
Geschickt spannt der Autor den Faden weiter und
konfrontiert den Leser gleichzeitig mit
mehreren immer wieder am Ausgang der Geschichten
beteiligten Charakteren. Da ist Ferdinand, ein Freund
des Autors, der Komponist K. oder der Politiker P.
Obwohl sie alle aus der Feder des Autors stammen,
stellen sie in den Geschichten den notwendigen Gegensatz
zu der ständigen Auseinandersetzung zwischen dem Autor
und dem Literaten L dar. Gleichzeitig sind alle aber
auch amüsante, interessante und liebenswerte Charaktere,
die den Geschichten ihre gewollte Individualität
einhauchen.
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Ebenfalls
immer wieder am Ausgang der Geschichte beteiligt ist
Theodor, der dem Engel zu seinen Abwegen verhilft,
zusammen mit dem Autor die Welt rettet oder betrunken
nach einem geeigneten Schlusswort sucht. Er stellt in
den Geschichten den guten Freund oder den ewigen
Wegbegleiter des Autors dar.
Die Geschichten selbst, ob nun "Chinesisches
Reisfleisch", "Glück" oder "Künstlerpech" sind durch
diese Anordnung der miteinander agierenden Charaktere
nicht nur ein wirklicher Lesespaß sondern auch ein
gewollter Spiegel der Sichtweise des Autors.
Das Buch "Gebäck zum Ich" regt zum Nachdenken an, obwohl
es auch ein Indiz dafür zu sein scheint, dass alles
seinen gewohnt bekannten Gang nimmt. Es ist in jeder
Buchhandlung erhältlich...
Li:ON -
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