Lenaers, Roger: In Gott leben ohne Gott

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Lenaers, Roger: In Gott leben ohne Gott

Select Art. Nr.: 978-3-935861-28-1
Liebesethik contra Gesetzesethik
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Noch immer hat die Kirchenführung die atheistische Moderne und ihre Werte nicht integriert. Ihr Denken bleibt der Vergangenheit verhaftet, die für sie unter dem Namen Tradition eine unantastbare Größe ist. Ihr Gottesbild bleibt dadurch das vormoderne Bild einer in der Höhe thronenden Majestät, die wie jeder irdische Monarch Gesetze erlässt, richtet und die Schuldigen bestraft. Die traditionelle Ethik, gestützt auf den Dekalog, den Gott dem Mose auf dem Sinai gegeben haben soll, ist und bleibt daher eine Gesetzesethik. In einer modern-christlichen Gottesvorstellung dagegen erscheint Gott nicht mehr als jener außerkosmische Gesetzgeber, sondern als dynamische Urliebe, die sich allmählich in der Gestalt des Kosmos ausdrückt und deren Dynamik in der kosmischen Evolution an den Tag kommt. Gemäß ihrer Natur treibt diese Dynamik den Menschen unablässig dazu aus Liebe zu handeln und so in der Liebe zu wachsen. Gerade dieses Drängen ist die Wurzel des ethischen Imperativs.

Die frühere Gesetzesethik sollte darum einer Liebesethik Platz machen, deren Basisnorm läutet: Alles ist gut, wenn es aus Liebe geboren wird.

Das Buch zeigt die eingreifenden Folgen dieses Prinzips für die überlieferte Sexualmoral, Eigentumsmoral und Gehorsamsmoral, die längst ihr Ablaufdatum überschritten haben. Aber auch für die Bioethik hat ein solches Herangehen Folgen. Das Schlusskapitel des Buches zeigt dies am Beispiel eines sehr kontroversen Themas: der Euthanasie.

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